Kritische Anmerkung zur Berichterstattung in der Acher- Rench- Zeitung am 09.05.2014 über Altstadträte

Veröffentlicht am 11.05.2014 in Ortsverein

Sie veröffentlichten am Samstag ein Interview mit einem Altstadtrat, der jedoch seit zehn Jahren außer Dienst ist. Man spürt, der Interviewte hat das Erlebte biografisch gut verarbeitet in einem Jahrzehnt. Und als Fazit zieht er dann die Erkenntnis, dass für ihn zwischenzeitlich die SPD kein Thema mehr sei. Klasse! Zuvor wird dann auch noch von Zerfleischungzeiten und ähnlichem gesprochen. Schwierig wird das, wenn dies als HINTERGRUND zur KOMMUNALWAHL der GEGENWART in Verbindung gebracht wird. So firmiert dieses Interview unter dem Schlagwort: Kommunalwahl. Hier werden biografische Aufarbeitung und gegenwärtige Wahlzeit wohl diachron vermischt. Es entsteht der Eindruck als sei genau das der HINTERGRUND der gegenwärtigen SPD Acherns. Dagegen wehre ich mich entschieden!

Inzwischen sind zehn Jahre ins Land gegangen. Das bitte ich doch als Beitrag zum Kommunalwahlkampf öffentlich auch festzuhalten. Der Eindruck, dass hier die Selbstzerfleischungstendenzen noch wirken ist schlichtweg falsch und entspricht nicht der Realität und Gegenwart. Spannenderweise wurde ich nie von der Presse über die Gründe meiner Wahl zum Vorsitzenden der SPD im Februar gefragt. Ich habe im Februar den Vorsitz kurz vor der Kommunalwahl übernommen, um verschiedene Richtungen zu integrieren: Viele haben in Zerfleischungsperioden des letzten Jahrzehnts im DGB, in dem ich ein Jahrzehnt aktiv war, überwintert; alte und neue Mitglieder wollen wieder eine inhaltlich orientierte SPD Arbeit und einfach mit der düstren Vergangenheit abschließen. So ist auch unsre Liste zur Kommunalwahl eine Mischung aus all diesen Richtungen. Als solche Gruppe haben wir eine enorme Zukunftsaufgabe vor uns! Und dafür stehe ich!

Lokal verbindet uns eines: wir wollen Sprachrohr für soziale Gerechtigkeit vor Ort werden; hier genauer hinschauen und die Anliegen sozialer Schieflagen in die Kommunalpolitik bringen – und zwar im Block auf das nächste Jahrzehnt und nicht im Rückspiegel. Es geht um Inhalte! Z.B. die Gestaltung und Verwendung ehemaliger Industrieruinen bzw, guter lokaler Bildungspolitik -  und nicht um den Rückspiegel! Und ich stehe für eine Integration. Jedenfalls stehen wir, der Vorstand und ich, für konstruktive Lösung und Zusammenarbeit! Und zwar im Dienste der sozialen Gerechtigkeit vor Ort! Für die SPD-Akteure der Gegenwart ist das noch ein Thema!!!! Und wird es bleiben. An dieser Aufgabe arbeiten wir und wollen Achern mitgestalten.

Dr. Patrik Schneider

Vorsitzender des SPD Ortsvereins Achern